Lilienthal. Nicht nur im Spielerkader wird es zur neuen Saison Veränderungen geben. Auch das Betreuerteam hat sich neu aufgestellt (wir berichteten). Einen schmerzlichen Abgang stellt Freya Mordhorst aus der Physio-Abteilung dar. Doch nicht nur hier war sie bereits seit vielen Jahren beim TV Lilienthal engagiert. Bereits in der 2. Liga hat sie als Torhüterin zum Aufstieg in die 1. Liga beigetragen. Im Interview blickt sie zurück:

Liebe Freya, nach unzähligen Jahren hast du dich dazu entschieden, zunächst mal eine Pause einzulegen und gehörst in der kommenden Saison nicht dem Staff-Team an. Wie kommt es dazu?

Also zuerst einmal möchte ich sagen: Es ist mir absolut nicht leicht gefallen. Ich war die letzten sieben Jahre Teil der Lilienthaler Wölfe und es war eine ganz wunderbare Zeit, die ich auf gar keinen Fall missen möchte. Doch auch nach so einer langen Zeit ist manchmal ein bisschen die Luft raus. Hinzu kommt, dass ich jetzt außerhalb von Bremen wohne (leider auf der anderen Seite als Lilienthal), sodass es neben meinem Job zeitmäßig momentan leider nicht mehr vereinbar ist.

Diese Pause hast du dir redlich verdient, warst du doch in den letzten Jahren in verschiedensten Funktionen bei uns nicht wegzudenken und hast die gesamte Entwicklung der Wölfe beginnend noch in der 2. Bundesliga live miterlebt. Mit welchen Gefühlen blickst du auf diese Zeit zurück?

Als ich damals selber noch im Tor in Lilienthal gespielt habe, habe ich das Team kennen und lieben gelernt. Nach unserem Aufstieg war mir sofort klar, dass ich mit dem Team und auch mit dem Team dahinter zusammen arbeiten möchte. Wir haben viele Tiefen, aber auch bestimmt noch viel mehr Höhen zusammen erlebt. Dazu zähle ich nicht nur den Fast-Abstieg in der ersten Saison oder die Finaleinzüge die letzten Jahre, sondern vor allem die vielen Momente neben dem Feld. Die Lilienthaler Wölfe waren immer wie eine zweite Familie und ich bin einfach dankbar und glücklich, wenn ich an die Zeit denke. 🙂

Was machst du nun mit der gewonnenen Zeit und können wir uns darauf freuen, dich nochmal in der Halle oder sogar bei den Wölfen im Team wieder zu sehen?

Da ich das alles jetzt irgendwie schon vermisse, werde ich wohl mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit jedes Heimspiel da sein und die Spiele mal aus einer anderen Perspektive verfolgen… und bestimmt auch das ein oder andere Auswärtsspiel wird dabei sein. Momentan genieße ich aber auch die freien Wochenenden und mein Freund ist wohl auch nicht böse über mehr gemeinsame Wochenenden (oder gemeinsame Spiele gucken auf der Tribüne) 😉

Vielen Dank für das Interview und vor allem für deinen Einsatz bei den Wölfen!