Mehrere Wochen warteten die Wölfe sehnlichst auf das 1. Spiel der Halbfinalserie gegen die Red Devils Wernigerode. Die spielefreie Zeit wurde zur ausgiebigen Vorbereitung genutzt, während die Devils sich zunächst im Viertelfinale noch für das Halbfinale qualifizieren mussten. Als das Spiel dann endlich angepfiffen war, schien es, als wären die TVL-Spieler mit Kopf und Fuß noch immer in der Pause. Nach acht Minuten stand es bereits 0:4, zur 1. Pause dann 1:5 aus Sicht der Wölfe. Woran es lag und warum wir in einem dramatischen Spiel mit einer grandiosen Aufholjagd am Ende doch noch gewinnen konnten, haben wir nochmal intensiver analysiert und dazu drei Interviews mit Spielern geführt. Den Anfang machen die Spielertrainer Mark-Oliver Bothe und Janos Bröker.

Janos und Olli: Vom 1. Halbfinale bringt Ihr eine 1:0 Führung in der Serie und damit zwei Matchbälle zu Hause mit. Zufrieden?

Wir sind auf jeden Fall zufrieden, das ist ja klar. In Wernigerode zu gewinnen ist nie einfach und von daher gesehen können wir mit dem Ergebnis natürlich mehr als zufrieden sein.

Das 1. Drittel habt ihr euch so sicher nicht vorgestellt. Was war das Problem und warum lief es danach so viel besser?

Wir sind einfach nicht gut ins Spiel gekommen. Wenn man nach 16 Sekunden bereits einem Rückstand hinterher läuft ist das nicht optimal. Uns hat eine gewisse Zeit einfach die volle Konzentration gefehlt, deswegen haben wir viele Fehler gemacht und Wernigerode hat diese eiskalt genutzt. Ab dem zweiten Drittel haben wir dann gezeigt, was in diesem Team steckt. Ein unbändiger Wille, ein unfassbarer Teamgeist und die überragende Unterstützung unserer Fans waren das Geheimnis um das Spiel noch zu drehen. Wir haben dann auch unsere zahlreichen Chancen besser genutzt, obwohl wir in diesem Bereich noch Luft nach oben haben. Das wird sich am Wochenende ändern.

Die heiß diskutierte Frage seit Jahren ist ja immer wieder die, ob es nun besser ist das Viertelfinale zu spielen (so wie Wernigerode) oder direkt ins Halbfinale einzuziehen. Kann das Ergebnis des 1. Drittels eventuell auch damit zu tun haben, dass wir nun eine längere Spielpause hatten und erstmal wieder ankommen mussten?

Diese Diskussion führt man ja mittlerweile jedes Jahr. Es kann natürlich ein Vorteil sein, wenn man sich etwas spielfreie Zeit erkämpft. Man muss diese Zeit nur sinnvoll nutzen. Die wahre Antwort werden wir wohl nie erfahren. Was allerdings Fakt ist, ist, dass die letzten Jahre am Ende immer die Teams im Finale standen, die zwei freie Wochenenden hatten. Das erste Drittel ist nicht gut gelaufen, weil wir zu viele Fehler gemacht haben, das hatte nichts mit mangelndem Wettkampf über die letzten Wochen zu tun, so ehrlich müssen wir sein.

Was bedeutet der Sieg für das kommende Wochenende?

Der Sieg bedeutet, dass wir die Hälfte geschafft haben. Wir sind zuhause unfassbar schwer zu schlagen und gehen fest davon aus, dass unsere Fans am Wochenende ein Feuerwerk an Unterstützung für uns abbrennen und uns ins Finale peitschen. Wir sind aber auch mittlerweile erfahren genug um zu wissen, dass die Serie noch lange nicht durch ist. Nichtsdestotrotz liegt der Druck am Samstag nicht bei uns.

Wie sieht die Vorbereitung auf das Spiel aus?

Wir werden drei spitzen Trainings abliefern und uns natürlich auch noch ein paar Szenen aus dem letzten Spiel ansehen um unsere Fehler zu minimieren und unsere Stärken weiter auszubauen.
Wir sind top vorbereitet in das erste Spiel gegangen und werden noch besser vorbereitet in das für diese Serie entscheidende kommende Wochenende gehen.

 

Link zum Livestream: Livestream Halbfinale 1 – Red Devils vs. TV Lilienthal

Link zum Zeitungsbericht: Mehr Dramatik geht nicht

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