Zusammen mit unseren 5 Spielern gehören auch Freya Mordhorst und Michael Rothgeber als Physiotherapeuten zum Tross der Herren-Nationalmannschaft. Auch mit Ihnen beiden haben wir vor der spannenden und sicherlich ebenso anstrengenden Reise nach Tschechien und in die Slowakei gesprochen.

Freya Mordhorst

Freya, du warst schon mit Damen und auch der Herren U19 unterwegs – nun also auch bei dir die Herren Nationalmannschaft? Wie kam es dazu und was bedeuten dir diese Events?

Micha hat mich irgendwann mal gefragt, ob ich Interesse hätte, nochmal wieder in die Arbeit mit einer Nationalmannschaft einzusteigen. Solche Events machen immer sehr viel Spaß und da habe ich mit der Zusage nicht lange gezögert.

 

Erzähl uns doch mal, wie dein Alltag in den kommenden Tagen aussehen wird.

Der Alltag ist schnell erzählt. Als Physiotherapeut ist man die ganze Zeit beim Team dabei. 🙂

 

Man sagt immer, für die Spieler sei so eine WM-Quali anstrengend – wie ist das für Physiotherapeuten?

Das ist definitiv auch anstrengend. Wenn die Spieler Pause haben, kommen sie zu Behandlungen. Ebenso abends nach den Spielen, manchmal gibt es Behandlungen bis in die späten Abendstunden.

 

Was erwartest du von der Quali und wie wird diese für euch verlaufen?

Ich erwarte spannende Spiele mit den bestmöglichen Ergebnissen. Ebenso einfach eine super Zeit mit einem tollen Team:)

 

 

Michael Rothgeber

Micha, schon wieder mit der Nationalmannschaft unterwegs! Nach vielen Jahren in der U19 bist du nun bei den Herren aktiv. Wie kam es dazu?

Nach drei Junioren-Weltmeisterschaften kam die Anfrage von Remo nicht ganz unerwartet. Nach recht erfolgreicher Zusammenarbeit bei den Lilienthaler Wölfen, lag eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf Bundesebene nahe. Ich hoffe, Remo und seinem Team mit meiner Erfahrung aus den letzten Weltmeisterschaften auch organisatorisch weiterhelfen zu können. Ich werde allerdings der U19 weiterhin erhalten bleiben, da ich für die Herren nur die IFF Events betreue.

 

Erzähl uns doch mal, wie dein Alltag so aussieht bei einem solchen Event.

Der Tagesablauf orientiert sich natürlich stark an dem Trainings-, bzw. Spielplan der Jungs. Wir sind quasi immer dabei, lediglich die Theorieeinheiten nutzen wir um Einkäufe und organisatorisches zu erledigen. Manchmal vielleicht auch für ein kleines Nickerchen, denn wenn die Spieler Pause oder Feierabend haben und die Trainer sich für Planungen zurückziehen, starten wir mit den Behandlungen der kleinen und großen Wehwehchen. Manchmal auch bis spät in die Nacht, während die Jungs bei uns auf der Liege schon schlafen…

 

Man sagt immer, für die Spieler sei so eine WM-Quali anstrengend – wie ist das für Physiotherapeuten?

Naja, wie gesagt, gearbeitet wird, wenn die anderen frei haben, ansonsten kann auch rumsitzen ziemlich anstrengend sein. Nein, im Ernst, es schlaucht schon ganz schön und man ist danach ziemlich kaputt, weil man viele verschiedene Dinge vereint: Neben den physiotherapeutischen Tätigkeiten hat man immer ein offenes Ohr für alle, sowohl Trainer, als auch Spieler und Staff. Nicht umsonst werden Physio- und Psychotherapeut manchmal verwechselt. Man kümmert sich um das leibliche Wohl der Spieler, besorgt verschiedenstes aus der Apotheke (von Kräuterbittertinktur bis Schrundensalbe ist alles gefragt), fährt Spieler zum Arzt oder Krankenhaus oder auch mal zum Bahnhof oder Flughafen, organisiert Geburtstagskuchen, repariert Kaffeemaschinen, näht Trikots, kocht Fencheltee, schneidet Haare,… da kommt der Schlaf manchmal auch etwas zu kurz, dennoch ist es jedesmal wieder ein tolles Erlebnis und ich möchte kein einziges Mal missen.

 

Was erwartest du von der Quali und wie wird diese für euch verlaufen?

Nobody knows! Ich hoffe auf tolle Ergebnisse und eine gute Zeit mit dem Team und bin mir sicher, dass alle ihr Bestmögliches geben werden!